Wie entstehen Falten?

Manche Menschen scheinen bis ins hohe Alter mit praktisch faltenlosen Gesichtern gesegnet zu sein. Andere haben Gesichtslandschaften, die von tiefen Furchen durchzogen sind. Altersflecken und Warzen verunstalten die einen, während andere fast davon frei sind. Die genetische Veranlagung legt bereits  fest, wie wir später aussehen werden. Ob wir dicke oder dünne Haut, ein breite oder hageres Gesicht haben, beeinflusst später auch die Faltenbildung. Vor allem aber sind es der Lebensstil und die Ernährung, die die Entstehung von Falten begünstigen. Sie addieren sich zu den unvermeidlich auftretenden inneren Faktoren, die sie begünstigen.

Die biologische Uhr tickt

Einseitige, vitalstoffarme Ernährung, häufiger Schlafmangel, Bewegungsmangel, ständiger Stress, Alkoholmissbrauch oder Rauchen und dadurch bedingter Sauerstoffmangel schlagen sich unweigerlich in Form von Hautalterung nieder. Kommt eines zum anderen, ist es nicht mehr weit her mit Beauty und Faltenfreiheit im Alter. Umwelteinflüsse und unser eigenes Verhalten beschleunigen die natürlichen Alterungsprozess. Warum aber altert die Haut auch ohne unser Zutun?

Gut durchblutete, feinporige und straffe Haut scheint ein Privileg der Kindheit und Jugend zu sein. Mit steigenden Lebensjahren wird die Haut faltiger, verliert durch komplexe Vorgänge im Körper an natürlicher Spannkraft und Elastizität. Ihre Feuchtigkeitsreserven verringern sich, die ersten Runzeln entstehen. Wir sehen uns erstmals nach kosmetischen Produkten um, die der Faltenbildung entgegenwirken. Wir informieren uns möglicherweise über Collagen, die fatale Wirkung von UV-Strahlen auf die Haut, lesen über Zellgifte und betrachten die nachlassenden Funktionen unseres Körpers mit zunehmender Sorge. Falten entstehen, weil der Zenit der Jugend mit 30 Jahren bereits überschritten ist. Von diesem Zeitpunkt an altert der Mensch, zunächst langsam, später schneller. Auf der einen Seite sind äußere Faktoren, unsere Lebenshaltung und Umwelteinflüsse dafür verantwortlich. Andererseits ist aber auch unsere biologische Uhr so eingestellt, dass alle Bestandteile des Organismus altern müssen. Wir können diesen Prozess nicht aufhalten, nur verlangsamen. Je früher wir damit beginnen, desto besser.

Die Faltenbildung können wir zwar nicht verhindern…

Faltenbildung ist unter anderem auf das Nachlassen bestimmter Hormonwirkungen zurückzuführen. So ändert sich z.B. nach den Wechseljahren sich einiges im Körper. Beim Mann finden dabei übrigens ähnliche Prozesse wie bei der Frau statt – nur in schwächerer Form. Die Haut verliert ihre Elastizität, das Bindegewebe baut Collagen ab. Die Haut wird trockener und kann nicht mehr so viel Flüssigkeit speichern. Die Zellmasse schrumpft, die Zellerneuerung verlangsamt sich, es entsteht ein Lipidmangel. Die Pigmentierung der Haut verändert sich. Dies alles bezeichnet man als intrinsische Hautalterung. Gegen die intrinsische Alterung können wir nicht wirklich etwas unternehmen. Da sind wir der Natur sozusagen ausgeliefert.

…den Prozess aber auf natürliche Weise verlangsamen

Die natürliche Faltenbildung unterscheidet sich häufig erheblich von der, die wir selber erzeugen!  Bei der sogenannten extrinsischen Haultalterung, den durch unser eigenes Zutun entstandenen Falten, sind die negativen Folgen oft schneller sichtbar, die Falten deutlich tiefer. Denn die durch zu viel Sonneneinstrahlung, Stress, Rauchen oder übermäßigen Alkoholgenuss, wertlose Nahrung oder Wassermangel im Körper entstandene Hautalterung erzeugt einen immensen Elastizitätsverlust. Ledrige Haut, tiefe Gesichtsfurchen und starke Pigmentveränderungen sind an der Haut abzulesen.

Hier können wir ansetzen, um die Faltenbildung in unserem Sinne positiv zu beeinflussen. Und Spritzen unter die Haut kann dabei aus meiner Sicht nicht das Allheilmittel sein. Stattdessen sollten wir lieber auf natürliche Anti-Aging-Strategien setzen: Viel Sport, viel Trinkwasser und eine vitalstoffreiche Ernährung sind ideale Komponenten, um frühzeitig etwas gegen die Faltenbildung zu tun. Sämtliche Beauty-Produkte und altersgerechten Kosmetika unterstützen lediglich das, was wir dem Körper an Nährstoffen, Vitaminen und Aminosäuren zuführen. Sie können allerdings nicht eine ungesunde Lebensweise, einen unvernünftigen Lebensstil oder die durch Sonnenbank-Bräune verursachte Hautalterung ausgleichen. Eine gesunde Lebensweise ist die Basis für eine frische und straffe Haut. Unterstützend können wir wirken, indem wir unserem Körper das geben, was er braucht: So benötigt die Haut beispielsweise ausreichend Kreatin zur Aufrechterhaltung ihrer Funktionen. Kreatin stellt den Zellen Energie zur Verfügung und unterstützt die Zellerneuerung. Ebenso ist die menschlische Haut auf die optimale Versorgung mit Glutamin angewiesen.