Anti-Aging Tipps aus dem Orient

Gerade im Orient hat die Körperpflege eine sehr lange Tradition. Der Gebrauch von reichhaltigen teuren Ölen und Massagen im Hamman gehörten und gehören auch heute noch zum guten Ton. Reinigung des Körpers, Entspannung und Pflege spielen hier zusammen.

Granatapfelkerne und reichhaltige Öle

Bei den Schönheitsritualen der orientalischen Frauen wurden Zutaten benutzt, die wir auch heute noch kennen. Honig und Mandelöl, Mandelmilch und mineralreiche Lava-Erde dienten zur Hautreinigung und Verschönerung. Granatapfelkerne zur Verjüngung der Haut kamen als inneres Therapeutikum zum Einsatz. Damals wusste man natürlich nicht, dass der Granatapfel besonders viele Flavonoide enthält und zahlreiche Vitamine, Antioxidantien und Polyphenole in seinen Kernen birgt. Man kannte aber bereits seine Wirkung als Anti-Aging-Therapeutikum. Das marokkanische Arganöl galt als Jungbrunnen für die Haut. Man tupfte es sparsam auf, und behandelte mit Wasser und Zitronensaft nach, um eine helle und glatte Haut zu bekommen. Zudem galt warmes Arganöl als wahre Wunderwaffe gegen Cellulite und Schwangerschaftsstreifen.

Paradiesisches Nahrungsangebot

Das Nahrungsangebot des Orients war üppig. Man genoss Datteln und Rosinen, Hülsenfrüchte, Nüsse und verschiedene Gemüse in allen möglichen Zubereitungsformen. Die Früchte und Gemüsesorten enthielten alles, was man für eine fantastische Anti-Aging-Ernährung brauchte: Viele Vitamine, Spurenelemente, Mineralien und Aminosäuren. Essen wurde zum sinnlichen Erlebnis. Die besten Mediziner im alten Orient waren oft griechischer Herkunft und hoch angesehen. Sie hatten zum Teil an ihren Krankenhäusern eigene Medizinschulen. Die Behandlung der Wohlhabenden war vermutlich ein sehr lukratives Geschäft. Man behandelte damals wie heute Alterszipperlein, Verdauungsbeschwerden oder Libidoverlust, von denen auch orientalische Potentaten nicht frei waren. Über die im Orient verwendeten Medikamente, Rezepturen und Anti-Aging-Therapien wurden bedeutende medizinische Werke geschrieben. Etliche davon blieben uns erhalten.

Nachlesen kann man einiges davon z.B. im Buch „ Anti-Aing – Von der Antike bis zur Moderne“ von R. M. Trüeb. Bekannt waren verjüngende Behandlungen mit Kamelmilch, nährenden Hautölen, Bädern, Ernährungstherapien und Diäten. Als Sultan erhielt man detaillierte Anweisungen, welcher Lebensstil einen lange fit und vital halten würde.

Doch mit dem Zerfall des Osmanischen Reiches war es vorbei mit der ganzen orientalischen Pracht. Das Christentum kam und in ihm war der Körper kein Bereich der Lust, Lebensfreude und Sinneslust mehr. Lediglich die Klostermedizin kümmerte sich noch um das leibliche Wohl.

Mein kleines orientalisches Anti-Aging Programm für Zuhause

Entspannendes Körperöl

  • 50 ml neutrales Körperöl
  • 10 Tropfen Patchouli (ätherisches Öl)10 Tropfen Vanille (ätherisches Öl)

Die ätherischen Öle können nach Bedarf ausgesucht werden. Will man eine Belebung erreichen, kann man beispielsweise frische Düfte hinzufügen.

Orientalische Haarmaske

  • 500 ml reichhaltiges Argan- oder Olivenöl

Das Ganze bis in die Spitzen einmassieren und ein Handtuch oder eine Folie um den Kopf wickeln. Entspannt zurücklehnen und eine mindestens eine halbe Stunde einwirken lassen, danach mit einem milden Shampoo ausspülen.

Honig-Mandel Maske gegen rauhe Hände

  • 100 ml Mandelöl leicht erwärmen
  • 2 Teelöffel Honig dazu geben

Wer einen besonders guten Effekt erzielen kann, kann die Handmaske über Nacht einwirken lassen. Einfach leichte Baumwollhandschuhe überziehen, schlafen gehen und morgens mit weichen Händen aufwachen.