Wie schön sollte Frau sein?

Was für eine schöne Frage! Sie führt fast zwangsweise zu spannenden Diskussionen. Wie aus der Pistole geschossen lautet die erste Antwort: So schön wie möglich natürlich!

Wer definiert, was schön ist und was nicht? Damals wie heute werden die geltenden Schönheitsideale trotz aller Emanzipationsbemühungen noch immer von Männern aufgestellt. Es sind die Modezaren und ästhetischen Chirurgen, Diät- und Fitnesspäpste oder die Werbestrategen, die die Meinungen und Stile von heute prägen. Filmleute drehen Doku-Soaps über Schönheits-Operationen. Magermodels führen uns vor, wie wir aussehen sollten, um die neueste Mode tragen zu können. Dem gängigen Schönheitsideal entsprechen weder Maite Kelly noch die dicke Beth Ditto, die mit ihrer Band „Gossip“ die Charts stürmt, aber insbesondere wegen ihres schlechten Kleidergeschmacks auffällt. Dass gerade sie zur Ikone des Modemachers Karl Lagerfeld ernannt wurde, ist fast schon eine Ironie unseres modernen Lebens.

Um die Frage zu klären, können und müssen wir sie von verschiedenen Ebenen aus betrachten. Denn Gesundheitspäpste und Anti-Aging-Fachleute nehmen eine andere Perspektive ein als Schönheitschirurgen. Die Ebene der Modezaren ist eine andere, als die Ebene gesellschaftlicher Konventionen. Männer sehen weibliche Schönheit anders als Frauen. Welchem Diktat unterwerfen wir uns, in der Ansicht, es sei unsere eigene Meinung?

Sexy, alterslos und faltenfrei

Unsere Vorstellungen von gutem Aussehen werden schon früh im Elternhaus geprägt. Schule, Freundeskreis und andere Gesellschaftsschichten formen später unseren Geschmack und unsere Ideale. Insbesondere Frauen achten auf ihre Figur und ihr Aussehen, Kosmetik und Hygiene, Modestil und gesellschaftliches Ansehen. Jede Frau wird dahin getrimmt, mit ihrem Aussehen zu überzeugen. Frau sollte nach allgemeiner Definition schön sein – und schön bedeutet dabei schlank, sexy, alterslos und faltenfrei: Eine Mischung aus jung gebliebener Mutter und eleganter Modeikone. Wir sollen einerseits einer Plastikbarbie à la Twiggy, ausgestattet mit der Oberweite einer Marilyn Monroe, ähneln und andererseits so natürlich und sportlich wie möglich wirken. Wie das zusammen gehen soll, weiß aber eigentlich keiner!

Wir sind so schön, wie wir uns fühlen

Frau kann nur so schön sein, wie es ihre Gene, ihr Lebensstil, ihre Haltung und die Hautpflege ihr ermöglichen. Eine schöne und gepflegte Frau sieht auch in Schlabberhemd und Latzhose fabulös aus, eine dickliche in einem falsch bemessenen Haute Couture Kleid wie verkleidet. Es braucht viel, um Schönheit auszustrahlen: Makellose Haut, die zur Figur passende Kleidung und die richtige Frisur, um nur einige Schönheitskomponenten zu nennen.

Wahre Schönheit kommt von innen. An diesem Allgemeinsatz ist aus meiner Sicht mehr dran, als wir denken. Was müssen und können wir dafür tun? Versorgen wir unseren Körper mit den nötigen Vitalstoffen, fühlen wir uns wohl. Aminosäuren, Vitamine und andere Spurenelemente sind wichtige Anti-Aging-Instanzen für die Haut. Genug klares Wasser zu trinken, durch ausreichend Sport für straffe Haut zu sorgen und immer ein Lächeln zur Hand haben, das hält auf Dauer jung. Gegen Stress können man die körpereigenen Depots mit Nahrungsergänzung auffüllen. Altersgerechte Kosmetik kann ergänzend die obersten Hautschichten nähren helfen.

Wer liebt und oft lächelt, ist automatisch schön: Wir sind so schön, wie wir uns fühlen.